Vom Traum zur Zielerreichung

Heute möchte ich einmal darüber nachdenken, warum es häufig so schwer fällt einen Wunsch oder einen Traum zu realisieren.

Manchmal träumen wir etwas und können es uns nicht vorstellen, dass dieses Ziel jemals erreicht werden kann – und „Kommisar Zufall“ verhilft uns dann, dass genau dies geschieht. Ein anderes Mal versucht man ein Gedankengebilde mit aller Macht zu erreichen und irgendetwas hält einem davon ab. Doch ist dem wirklich so?
Je mehr ich darüber nachdenke, ist es die Tatsache, dass der Traum bzw. der Wunsch in die Realität gelangen muss – und das erfordert schon etwas Mut.

Ich möchte von einer eigenen Erfahrung berichten.

Triathlonvirus

Meine Kinder haben mich und meinen Mann mit dem Triathlonvirus angesteckt. Natürlich bin ich kein klassischer Triathlet, aber von da an besuchten wir 15 Jahre lang jedes Jahr die große Triathlonveranstaltung in Roth/Bayern – und jedes Mal saß ich früh morgens am Wettkampftag am Schwimmstart und hatte „Gänsehaut“ und, ja ich kann es ruhig zugeben, ein paar Tränen in den Augen. Zu sehen, wie sich Profis und Freizeitsportler, Jung und Alt, gesund und beeinträchtigt, auf den Weg machten ihre ganz persönlichen Zielsetzungen auf 3,8 km Schwimmen, 180 km Fahrradfahren und 42 km Laufen zu erreichen, machte mich irgendwie ganz ehrfürchtig und ergriff bzw. ergreift mich jedes Mal aufs Neue. Was für eine Leistung, nach was für einem Weg der Vorbereitung, der Rückschläge, der persönlichen und der Entbehrungen des gesamten Umfeldes. Ich wünschte mir einmal Teil dieser Stimmung zu sein, aber es war ein für mich nicht zu erreichendes Ziel – und dann gab es auf einmal die Möglichkeit diese Herausforderung durch drei zu teilen und als Staffel zu starten. Ich war Läufer, verletzt und ein Marathon unerreichbar, auf dem Rennrad war ich nicht sicher und schwimmen? – man nannte mich Bleiente – also Nein. In meinem Frust wollte ich das gesamte Training aufgeben. Mein Trainer fand diese Entscheidung „seltsam“ – und meinte, wenn ich es mit schwimmen noch nie versucht habe, könnte ich auch nicht wissen, ob ich es kann. Leicht genervt lies ich mich auf das „Abenteuer“ Schwimmtraining ein – und nach ein paar Monaten (ich konnte verletzungsbedingt noch immer nicht laufen oder Rennrad fahren) fand ich Freude an meiner „Ersatzsportart“ – und ich buchte, meinem Traum folgend einen Staffelplatz im nächsten Jahr.

Mein Traum hatte auf einmal einen Termin

Und ich große Angst, meinen Traum zu verpatzen. Immer wenn es im Training nicht gut lief, dachte ich an die Momente morgens vor dem Start – nach und nach änderte sich dies und ich träumte davon, wie es sich wohl anfühlen wird, wenn ich am Ende der 3,8 km aus dem Wasser kommen werde. So nahm ich für mich jede Trainingshürde, jedes emotionale Auf und Ab. – Nach 9 Monaten war es dann soweit, erst stand ich wie jedes Jahr total ergriffen beim Start der Profis– um mich dann, zusammen mit meinem Mann, total aufgeregt am Schwimmstart der Staffelteilnehmer  zu versammeln– und mir war bewusst, dass ich gerade meinen Traum lebe – und während der 3,8 km kam der Gedanke, was ich mache, wenn ich in 1,5 h mein Ziel/ meinen Traum erreicht habe. ….. Nach 3,8km aus dem Wasser zu kommen war übrigens viel schöner als jede vorherige Imagination – und es war egal, dass der „Traum“ hier endete, ich war einfach nur GLÜCKlich.

  • Ein Traum, eine Vision, kann über lange Zeit Motivator sein

  • Versuche nicht unbedingt einen Traum alleine zu realisieren, sondern suche dir ein stützendes Netzwerk

  • Dein Traum braucht Beine (du musst dich auf dein Ziel zu bewegen, es kommt nicht zu dir – manchmal kommt es dir entgegen, aber du musst losgehen)

  • Handle nach der SMART-Formel, gehe dein Ziel strukturiert in erreichbaren, einzelnen Schritten an. Dadurch findest du unterwegs zu deinem Ziel immer wieder Bestätigung bzw. Eigenmotivation

  • Träume deinen Traum weiter (Imaginiere dir dein Ziel)

  • Hab keine Angst vor dem Erreichen des Zieles, du hast viel gelernt für weitere Träume

  • Halte Inne – und genieße den Moment des Glückes, den du dir mit dem Erreichen des Zieles geschenkt hast

  • Vergiss nicht den Dank und das Teilen der Freude mit dem unterstützenden Netzwerk (Danke an meinen Trainer, Bennie Lindberg, meine Familie und Freunde)

*Die SMART-Formel

Spezifisch: Ziele so konkret und spezifisch wie möglich formulieren
Messbar: Qualitative und quantitative Messgrößen bestimmen
Attraktiv: Plane so, dass du auch Lust behälst die Ziele zu erreichen
Realistisch: Machbarkeit der Aufgabe innerhalb deiner Zeit und mit deinen Mitteln
Terminiert: Ziele zeitlich bindend planen: Was ist bis wann zu erledigen?

SMART-Formel

CKM-Katja-Mueller-Coaching_Kundenstimme

Handle nach der SMART-Formel,*
gehe dein Ziel strukturiert in
erreichbaren, einzelnen Schritten an.
Dadurch findest du
unterwegs zu deinem Ziel
immer wieder
Bestätigung bzw. Eigenmotivation.

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2021-06-28T16:41:35+00:00
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